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Musik-Kauf - Musik-Kritiken

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Musik-Kritiken
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Musik-Kauf

Die CD war mit 16 BIt Auflösung und 44 KHz Samplerate lange Zeit ein guter Standard. Auch wenn es auf der einen Seite höher auflösendes Material gibt – auf der anderen aber auch schlecht encodiertes und tot-komprimiertes –, so kann sie zwischen den Extremen noch immer gut bestehen. Für mich sind 16 Bit/44 KHz auch ein guter Kompromiss zwischen Klangqualität und Dateigröße.
Deswegen beschaffte ich neue Musikaufnahmen nach Beginn der Übertragung meiner Sammlung auf die Festplatte einige Jahre zunächst weiterhin als CDs, um sie dann auf den PC zu übertragen. In Download-Shops gab es meine Wunsch-Alben entweder nicht oder nicht in der von mir gewünschten Qualität. Das hat sich über die Jahre glücklicherweise geändert.
Download
Viele Aufnahmen werden in 256 oder 320 KBps angeboten und klingen sehr gut – sogar Klassikaufnahmen. In einigen Online-Shops bekommt man mittlerweile allerdings ein wachsendes Angebot an verlustfrei komprimierter und hochaufgelöster Musik (bis 24 Bit/ 192 KHz). Meine Favoriten dafür sind der in Frankreich ansässige Anbieter Qobuz sowie der im Vereinigten Königreich ansässige prestomusic.
Beide zeichnen sich durch sehr umfangreiche Angebote aus. Nicht nur Mainstream (wie bei den bekannten großen Shops), sondern auch weniger bekannte sowie ältere Titel und Alben werden dort angeboten. Gerade für einen Klassik-Liebhaber wie mich sind das echte Fundgruben! Zumal es bei beiden häufig Aktionen mit – meist zeitlich begrenzten – preisreduzierten Angeboten gibt.
Man wählt zwischen Streaming-Abos und echten Downloads; letztere sind DRM-frei! Es wird nicht nur teures, hoch aufgelöstes Material angeboten: Der Standard ist die auch von mir favorisierte CD-Qualität in verschiedenen Dateiformaten, u. a. auch als FLAC. Diese Qualitätsstufe ist meist nicht oder nur unwesentlich teurer als ein MP3-Download bei z. B. Amazon.
Es gibt einige weitere Anbieter, diese sind im Durchschnitt jedoch teurer und/oder nicht so gut sortiert. Im August kündigte Chandos an, seinen Downloadshop demnächst zu schließen, weil sich dieses Geschäft nicht mehr lohne – das Streaming sei mittlerweile so populär, dass es immer weniger Käufer für Downloads gäbe und ein Downloadshop nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sei. (Physische Datenträger werden interessanterweise weiterhin verkauft.) Hier der Link zur Quelle.
Von Internet-Radios halte ich nicht viel. Hier kann man zwar kostenlos und dennoch legal Musik finden, allerdings leidet die Tonqualität öfters unter dem Zwang zur optimalen Daten-Komprimierung. Bei Pop-Programmen wird zusätzlich oft die Dynamik so stark reduziert, dass es die Ohren wirklich beleidigt! (Beim normalen UKW-Radio ist das allerdings schon lange genauso.) Außerdem: Ein bestimmtes klassisches Werk zu finden – vielleicht sogar mit einem ganz bestimmten Interpreten – scheint so wahrscheinlich wie der Sechser im Lotto.
Streaming
Leider setzt sich das Streaming von Musik mehr und mehr durch. Zunächst scheint es vorteilhaft, innerhalb eines Abos Zugriff auf scheinbar unendliches Material zu bekommen. Für mich persönlich überwiegen jedoch die Nachteile, wie im Folgenden beschrieben.
Zunächst gibt es keinen Anbieter, der wirklich alles vorhält – und gerade bei klassischer Musik ist ja nicht nur das Werk von Bedeutung, sondern auch seine Interpretation!
In eher ländlicher Umgebung lebend, steht mir längst nicht überall  eine zuverlässige, stabile Internetverbindung zur Verfügung. Dank mobiler Geräte und großer Speicher kann ich die bei mir selbst gespeicherten rund 40.000 Einzeltitel auch ohne Netz jederzeit und überall hören.
Ein weiterer Grund für die eigene Sammlung (ergo gegen das Streamen): Meine Sammlung kann nicht verschwinden, wenn der Streaming-Anbieter seine Präsenz plötzlich aufgibt oder seine Konditionen zu meinen Ungunsten ändert und ich mein Abo kündige. Meine Sammlung liegt auf einem nur für die Musikwiedergabe genutzten Laptop, daneben synchron für unterwegs auf einem Tablet. Datensicherungen befinden sich auf einem weiteren Laptop sowie auf einem NAS und wiederum dessen Backup-Medien. Die vielfachen Redundanzen sollten dafür sorgen, dass mir diese Sammlung zeit meines Lebens zur Verfügung stehen wird.
Letztlich sind mir auch die für gute Qualität (jenseits MP3) abgerufenen Preise für den jährlichen Durchschnitt zu hoch. Neben diesem Aspekt fällt mir auch immer wieder auf: Beim Streamen sind die Akkus meiner Mobilgeräte auch deutlich schneller leer. Neben dem erhöhten Energieverbrauch dürfte das auch zu erhöhtem Geräteverschleiß führen.
Physikalische Tonträger
Wer generell eher auf Greifbares steht und lieber eine CD in den Schacht einlegt, dem empfehle ich JPC als überregionalen Versender. Ganz besonders auch für Klassik- und Jazz-Fans ist die Auswahl dort schier umwerfend. Hier bestelle ich auch alles, das ich nicht als (hochwertigen) Download bekommen kann. Preisbewusste finden zudem regelmäßig gute Sonderangebote.
Anbieter-Links
Jeder vorgestellten Aufnahme sind jeweils drei Links zur Seite gestellt, die zu dem Werk auf den Webseiten der Anbieter jpc (CD), Qobuz (Download) und Presto (CD und Download) führen. Fehlt der Link, bedeutet dies, dass die Aufnahme bei diesem Anbieter zum Zeitpunkt der Post-Erstellung nicht verfügbar war.
Bei den Links handelt es sich nicht um Affiliate-Links – ich bekomme also keine Provision für meine Empfehlung.
  

Kontakt: E-Mail an mediendesign [ät] posteo [Punkt] de
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